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Was ist wann zu tun im Garten?
Januar
Kompost umgraben
Auch der Komposthaufen braucht Pflege. Der Winter ist die beste Zeit zum Umschaufeln des Komposts, solange kein Frost herrscht. Das Umgraben sorgt dafür, dass der Kompost gleichmäßig verrottet. Zwei- bis dreijährige Komposterde kann schon jetzt auf den Beeten verteilt werden.
Saatgut einkaufen
Die Saatguthändler legen jetzt ihre Kataloge auf – Es gilt, den eigenen Vorrat aufzustocken, damit es im März keine bösen Überraschungen gibt. Wenn noch altes Saatgut vorhanden ist, sollte es jetzt auf seine Keimfähigkeit geprüft werden. Legen Sie dazu einfach zehn Samen zwischen zwei Lagen feuchte Küchenrolle. An einem warmen, schattigen Platz sollte nun mindestens die Hälfte der Samen keimen. Sind es weniger, brauchen Sie neues Saatgut.
Beschnitt
Der Winter ist eine gute Zeit für den Pflanzenschnitt, da kein Laub die Sicht stört und kein Saft durch die Äste fließt. Einzige Ausnahme: Bei Frost unter 5 Grad Celsius darf nicht geschnitten werden.
Februar
Zimmerpflanzen umtopfen
Jetzt werden Zimmerpflanzen für die blühende Saison in Schwung gebracht. Fürs Umtopfen, Zurückschneiden und Düngen ist jetzt die beste Zeit.
Bäume und Sträucher schneiden
Wenn es nicht frostig ist, können Obstbäume schon jetzt zurück geschnitten werden. Was herausgeschnitten wird, kann als Unterlage für einen neuen Komposthaufen dienen oder als Totholzhaufen im Naturgarten Kleintieren Unterschlupf bieten. Fuchsien kommen aus dem Winterquartier und werden etwa um die Hälfte zurück geschnitten.
Beeren pflanzen
Johannis- und Stachelbeeren sind frosthart und können schon jetzt gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist.
März
Beete
Wenn sie Ihre Beete mit Mulch vor Kälte geschützt haben, lassen Sie diese Decke noch bis zur Aussaat liegen. Alternativ können Sie mit einem aufgelegten Vlies die Erwärmung des Bodens beschleunigen.
Gemüse aussäen
Im Garten beginnt die Aussaat von Mangold, Karotten, Porree, Petersilie, Rettich, Sellerie, Spinat und Zwiebeln. Besonders für letztere sollte der Boden jedoch abgetrocknet sein.
Frühe Sommerblumen aussäen
Löwenmaul, Sommeraster, Zinnien oder Strohblumen brauchen eine Vorkultur und werden deshalb schon ab Mitte März gesät. Die lockere Saat wird mit Erde bedeckt und feucht gehalten. Nach dem Auflaufen sollte man aber mit dem Gießen aufpassen, denn bei zu viel Feuchtigkeit droht Wurzelpilz.
Frühlingsblumen für die Fensterbank
In Balkonkästen können schon jetzt Frühjahrsblumen wie Primeln, Vergissmeinnicht oder Stiefmütterchen gepflanzt werden. Mit Blumenerde aus dem Gartencenter halten die Frühblüher durch, bis die Sommerblumen sie ablösen.
Unkraut ausgraben
Hartnäckiges Wurzelunkraut muss, so gut es geht, ausgegraben werden. Anschließend kann die Gründüngungspflanze Phacelia ausgesät werden und mit ihren starken Wurzeln neues Unkraut vertreiben.
April
Gemüse pflanzen
Die Pflanzsaison für den Gemüsegarten ist da! Dill, Erbsen, Kraut, Blumenkohl, Kohlrabi, Salate, Zucchini und viele mehr kommen jetzt ins Beet. Achten Sie auf eine gute Bodenqualität mit hohem Humusgehalt.
Sommerblumen säen
Ringelblumen, Sonnenblumen, Tangetes, Dahlien, Gladiolen und andere Sommerblumen müssen im April ausgesät werden, damit sie in den heißen Monaten ihre volle Pracht entfalten können. Die verwelkten Blüten von Tulpen und Narzissen werden abgeschnitten.
Obstgarten düngen
Wer auf Kunstdünger möglichst verzichten möchte, versorgt jetzt seine Obstgehölze mit Kompost und anderem organische Dünger. Diese geben ihre Nährstoffe langsam und stetig an die Obstgehölze ab, solange der Boden gleichmäßig feucht bleibt.
Gewürze schneiden
Lavendel und Salbei sollte bis Mitte des Monats um die Hälfte zurück geschnitten werden. Ausdauernde Gewürzkräuter wie Salbei und Thymian können jetzt etwas Kompost rund um den Strauch vertragen.
Mai
Kübelpflanzen ins Freie
Spätestens jetzt verlassen alle Kübelpflanzen ihr Winterquartier und werden mit ein paar geschickt gesetzten Schnitten in Form gebracht. Wenn’s eng wird, kann jetzt noch umgetopft oder Erde ergänzt werden.
Rasen säen
Rasen und Blumenwiesen werden jetzt ausgesät, bevor sich der Boden zu sehr erwärmt und damit trocken wird. Die Qualität des Saatguts, die Zusammensetzung der Erde und die Sonneneinstrahlung sind für das Resultat entscheidend. Am Anfang die Erde immer feucht halten!
Teichpflanzen
Im eigenen Biotop können jetzt Wasser- und Sumpfpflanzen gesetzt werden. Achten Sie darauf, insbesondere bei einem neu angelegten Teich, dass das Wasser nicht zu kalt ist.
In die Erde
Erdäpfel und Steckzwiebeln werden jetzt gepflanzt. Auch für Tomaten und Kürbisse im Garten ist es jetzt warm genug. Erdbeeren werden mit Stroh unterlegt, damit die Früchte sauber und trocken bleiben.
Juni
Beerenzeit
Reife Erdbeeren müssen gleich geerntet werden, sonst können sie schnell schimmeln und den Schimmel weiter verbreiten. Das heißt: Am besten gleich in der Früh die frischen Beeren pflücken und einkühlen. Auch bei Johannis- und Stachelbeeren ist jetzt Erntezeit. Die Sträucher werden danach sofort geschnitten.
Rosenblüte
Der Juni ist auch die Zeit, in der die Rosen am schönsten Blühen. Bei mehrfach blühenden Sorte wie den Kletterrosen nicht vergessen, die verblühten Triebe zu schneiden, damit neue Knospen austreiben können.
Stecklinge
Sommerflieder, Bauern-Hortensie und Buchs können jetzt mit Stecklingen vermehrt werden. Die abgeschnittenen Triebe sollten etwa zehn Zentimeter lang sein und in Anzuchterde an einer hellen Stelle wurzeln schlagen. Nach einigen Wochen können die Stecklinge ins Beet verpflanzt werden.
Immer schön einwassern
In dieser Jahreszeit kann es auch zu ersten trockenen Perioden kommen. Besonders bei immergrünen Pflanzen wie Rhododendron ist es daher wichtig, regelmäßig zu gießen. Ist eine solche Pflanze einmal ausgetrocknet, drohen sie abzusterben.
Juli
Teichpflege
Einzelne Algenwatten sollten aus dem Teich gefischt werden. Bei starkem Befall kann ein Bündel Gerstenstroh im Wasser helfen, das den Stickstoff bindet. Wenn das nichts hilft, bitte die LABAU-Teichexperten kontaktieren!
Gießen, gießen, gießen
Rasen, Stauden, Pflanzen und Blumen trocknen im Sommer gerne aus. Am besten gießen Sie nicht nach und nach, sondern einmal pro Woche durchdringend, also mindestens zehn Liter pro Quadratmeter.
Gründüngung
Wenn Sie Ihre Beete im Gemüsegarten jetzt nicht nutzen, können Sie Gründungung säen, also Pflanzen wie Ölrettich, Perserklee oder Gelbsenf, die den Boden lockern und feucht halten.
August
Aussäen
Viele Salatsorten, Erdbeeren, Knoblauch, Zweijahresblumen, Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze werden im August gepflanzt.
Pflanzen
Im August werden Vogerlsalat, Kerbel, Petersilie oder Radieschen ausgesät. Achten Sie darauf, dass die Beete nicht austrocknen, bis die Saat aufläuft.
Rasen mähen
Mähen Sie in der heißen Jahreszeit den Rasen nicht zu oft oder zu tief. Je kürzer der Rasen ist, desto leichter verbrennt er.
Teichpflanzen zurückschneiden
Der Garten steht noch in voller Blüte, der Teich allerdings bereitet sich schon auf den Herbst vor. Bereits jetzt sollten vergilbte und geknickte Pflanzen zurück geschnitten und Fruchtstände entfernt werden. So verhindert man Verwucherung und faule Pflanzen, die das Wasser belasten.
September
Apfelernte
Wenn die ersten Äpfel vom Baum fallen, ist die Zeit gekommen auf die Leiter zu steigen. Reife Äpfel lassen sich mit einer leichten Drehung vom Trieb lösen. Frühe Sorten sind weniger lang haltbar und sollten deshalb zeitig geerntet werden. Sie werden am besten im kühlen Keller gelagert.
Schädlingsbekämpfung
Wer jetzt bei Schädlingen bzw. Blattkrankheiten genau hinschaut und eingreift, wird in der nächsten Saison belohnt werden. Denn jetzt machen sich Larven, Puppen und Pilze für den Winter bereit, Schnecken legen ihre Eier. Werden die Eier, Puppen und befallenen Blätter regelmäßig entfernt, entstehen in der warmen Jahreszeit gleich weniger Schädlinge.
Blumenzwiebeln einkaufen
Achten Sie auf eine hohe Qualität und unversehrte Schalen! Je früher die Zwiebeln im Boden sind, desto besser.
Oktober
Erntezeit
Zwetschken, zweimal tragende Himbeeren, Kohlrabi und Quitten können jetzt geerntet werden. Die letzten roten Tomaten sollten sofort verbraucht werden, grüne Tomaten können im Haus nachreifen.
Beerensträucher pflanzen
Viele Bäume und Sträucher werden jetzt gesetzt. Besonders attraktiv und ertragreich sind Stachel- und Johannisbeeren als Sträucher oder veredelte Stämmchen. Auch Rosen dürfen bereits vor dem Winter in den Boden, weil sie noch vor dem Frost neue Wurzeln treiben und im Frühjahr schneller blühen.
Laub und Erde
Der Gartenteich wird jetzt am besten mit einem Netz abgedeckt, damit kann man sparen, das Laub herauszufischen. Je nach Schwere des Bodens werden abgeerntete Beete entweder umgegraben oder aufgelockert und mit einer Schicht Mulch vor dem schlimmsten Frost geschützt.
November
Winterfest
Jetzt gilt es den Garten auf den Frost vorzubereiten. Wassertonnen werden ausgeleert, denn Vereisung kann sie beschädigen. Rosen werden angehäufelt und mit Reisig oder Strohmatten abgedeckt, bei Küchenkräutern reicht es, etwas Herbstlaub um die Büsche zu häufen. Ziergräser können zum Schutz zusammengebunden werden.
Laub
Herbstlaub soll nicht auf dem Rasen liegen bleiben, denn der kann auch bei kalten Temperaturen noch lange wachsen. Im Gartenteich ist das Laub nur Nahrung für lästige Algen. Unter Gehölzen darf es jedoch lieben bleiben, als Laubhaufen in einer Gartenecke dient es Winterschläfern wie dem Igel als Unterschlupf und kompostiert schön, solange es schichtweise mit Ästen aufgelockert wird.
Dezember
Schutz für Zierbäume
Magnolien und andere wertvolle Zierbäume überstehen den Winter besser, indem man ihre Stämme mit Jutestreifen umwickelt oder Holzbretter um sie herum bindet. So wird verhindert, dass die Rinde reißt oder die Stämme schattiert werden.
Topfpflanzen ins Winterquartier
Spätestens jetzt sollte alles, was im Kübel wächst, ins Haus wandern. Zu diesem Zeitpunkt sollte man diese Pflanzen idealerweise nicht mehr schneiden – wenn es der Platz im Keller oder Gewächshaus zulässt. |
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